Philippinen Reisen

Reisen auf den Philippinen

Im Oktober 2015 habe ich meinen Flug auf die Philippinen gebucht, ohne zu wissen was mich in diesem wunderschönen Land alles erwarten könnte. Mein Freund und ich haben danach angefangen auf Youtube, Instagram und im Internet zu recherchieren. Erst dann wurde mir klar, wie viel es dort eigentlich zu entdecken gibt. Wir haben so viele Orte gefunden, die wir bereisen hätten können und hatten deshalb auch nur einen vorläufigen groben Plan für die Reise: Cebu Island und seine umliegenden Inseln und Palawan Island. Zwei Monate später fand ich heraus, dass Palawan Island von den Condé Nast Travelerreaders zur “Schönsten Insel der Welt” gewählt worden ist. Cebu ist auf Platz 19. Daweil hatte ich gar keine Erwartungen an die Philippinen gestellt. Ich wollte nur dem kalten Wetter entfliehen, sonnenbaden und endlich wieder viele Früchte essen. All das konnte ich nach fünf Monaten warten endlich tun.

Ich stand also um fünf Uhr morgens auf, machte mir das letzte Mal Kaffee für die nächsten drei Wochen und fuhr zum Flughafen. Eine langer Weg lag vor uns, aber es war die Reise wert. Wir mussten zwei Mal umsteigen: in Zürich und Hongkong. Als wir in Cebu angekommen waren, wartete das Taxi, das unsere Unterkunft für uns organisierte schon auf uns. Drei Stunden später sind wir am Maya Port angekommen, von wo wir ein Boot auf Malapascua Island nahmen. Nach 29 Stunden reisen waren wir endlich am Ziel.

Der 23-tägige Trip war auch die erste Reise, die spontan geplant werden sollte. Die einzigen Unterkünfte, die ich im Voraus gebucht hatte, waren jene nach den Flügen unzwar Malapascua Island und El Nido. Natürlich war ich etwas nervös, weil ich Angst hatte, keine Unterkunft mehr zu finden. Aber ich habe den Fehler in Thailand gemacht und das wollte ich auf den Philippinen vermeiden.

Alles andere auf der Reise wollten wir dann währenddessen planen. Wir trafen auf Malapascua Island zwei Schweizer, die uns viele Tipps gegeben haben. Sie wussten, dass wir nach Oslob zum Whale Shark Watching wollten und haben uns dazu geraten, danach in Dumaguete zu schlafen und von dort aus die umliegenden Inseln zu besuchen.

Spontan zu reisen ist meines Empfindens nach sogar die beste Art in Südostasien herumzukommen.

 


Filipinos & ihre Küche

Filipinos sind sehr freundlich. Sie sprechen fließend Englisch da der Unterricht an den Schulen auf Englisch gehalten wird. Deshalb gehen sie auch auf einen zu, um einem Hilfe anzubieten. Sie zeigen den richtigen Weg, weisen einen auf den platten Reifen hin oder helfen uns, ein gutes Moped zum Ausleihen zu finden.

Und weil sie auch gut Englisch sprechen, ist es viel einfacher für uns Touristen im Restaurant Essen zu bestellen. Leider gibt es aber nicht viel Auswahl was die Philippinische Küche betrifft. Sie ist sehr stark von der asiatischen Küche beeinflusst. Adobo, Pancit, Lechon und Kinilaw zählen zu den bekanntesten Gerichten. Die meiste Zeit hat man aber leider keine Ahnung was man eigentlich bestellt, weil die Erklärungen zu den Gerichten fehlen. Viele Reisende wollen auch auf Nummer sicher gehen und bestellen entweder Burger, Fajita, Pizza oder Spaghetti – viele, die ich auf meiner Reise kennengelernt habe, hatten Probleme mit ihrem Magen. Seid also vorsichtig.

Apropos Restaurants: Filipinos sind wahnsinnig langsam. Wenn ihr also in keinem hochpreisigen Restaurant schmausen wollt, müsst ihr euch mit einem langsamen Service anfreunden können. Filipinos oder Südostasiaten sind einfach so. Viele Gäste regen sich unnötig auf und versuchen gar nicht, die fremde Kultur und ihre Leute zu verstehen oder zu akzeptieren. Seid also etwas lockerer beim Reisen. Das gilt für Restaurants sowohl als auch für Unterkünfte.

 


Unterkünfte

Es gibt eine breite Auswahl an Hotels, Hostels und anderen Unterkünften auf den Philippinen und das auch zu relativ günstigen Preisen. Ich nächtige in keinen 5 oder 4 Sterne Hotels und suche mir meistens schöne Unterkünfte für die man nicht ein Vermögen zahlen muss. Ich bin auch kein Mädchen, das unbedingt in der billigsten Bleibe übernachten muss sondern sehe mich eher im Mittelfeld zwischen teuer&hochpreisig und billig. Vor allem in Asien lässt sich leicht eine Unterkunft zu einem super Preis finden, die auch noch sauber und eventuell sogar mit Klimaanlage ausgestattet ist. Da ich den ganzen Tag ja ausserhalb des Zimmers verbringe, stelle ich nicht all zu hohe Ansprüche an die Unterkunft.
Jetzt aber zur Unterkunft auf den Philippinen. Es ist mir auch passiert, dass ich eine Unterkunft gebucht habe, bei der die Toilette nicht angeschlossen war und deswegen mit dem Kübel gespült werden musste. Solche Bleiben sind gang und gäbe in Asien. Es gibt auch jene Unterkünfte, die sich “Resorts” nennen, wobei wir westlichen Leute uns bestimmt etwas anderes (teureres) darunter vorstellen.
Deswegen ist mein Tipp an euch, für eure Reise auf den Philippinen, dass ihr immer die Bewertungen durchlest und die Fotos anseht auf den jeweiligen Buchungswebsites. Wenn ihr sehr viel Wert auf guten Service und gute Ausstattung legt, sucht nach einem Hotel in der höheren Sternekategorie, sprich 4-5 Sterne. Alle anderen “Resorts”, Hostels oder Unterkünfte kommen mit einer “basic” Ausstattung und ausbaufähigem Service. Die Zimmer werden nicht täglich geputzt und es gibt weder heißes Wasser noch einen Kühlschrank. Wobei ich sagen muss, dass diese auch einen Wäscheservice anbieten, meistens Frühstück inkludiert ist und sie auch Mopeds oder Touren organisieren können.

 


Was du UNBEDINGT bei der Ankunft erledigen solltest

Geld wechseln oder abheben

Wenn ihr am Flughafen ankommt, ob in Manila oder Cebu, geht bitte sofort zum Bankomaten und hebt Geld ab. Für meine Bankomatkarte hat der ATM von BDO immer funktioniert, andere Automaten haben meine Karte gleich wieder ausgespuckt. Wichtig zu erwähnen ist auch, dass es ein maximales Limit gibt – für den BDO Bankomaten wären das 10,000PHP.

Da Bankomaten also nur eine beschränkte Menge an Geld herausgeben können, rate ich euch, immer genügend Bargeld mitzunehmen. Wenn ihr also zuerst in Manila oder Cebu übernachtet, könnt ihr in der Stadt bei einer Bank euer Geld (meist ohne Wechselgebühren) wechseln lassen. Logischerweise sind die Kurse in der Stadt auch besser, als auf dem Flughafen.

SIM Karte

Auf meiner Reise habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine SIM Karte unverzichtbar ist, wenn man spontan reisen möchte. Noch dazu ist das Wifi vieler Orts sehr schlecht bzw wollte ich mich nicht vollkommen auf ein gut funktionierendes Wifi verlassen, da ich alle Unterkünfte während der Reise buchen musste.

Welche SIM Karte ist also zu empfehlen? Globe oder Smart? Die Frage stelle ich nicht umsonst. Als ich am Flughafen ankam, waren zwei verschiedene SIM-Karten-Verkäufer nebeneinander positioniert und ich habe ohne zu wissen einfach die genommen, die mir sympatischer war – GLOBE. Sie haben beide das gleiche Angebot zum selben Preis gehabt: Eine SIM Karte mit Internet. Im Endeffekt habe ich mich glaub ich deswegen auch für GLOBE entschieden, da unlimitiertes Internet dabei war und beim anderen nicht. Zum Glück hat sich am Ende der Reise herausgestellt, dass GLOBE die besseren Netzverbindungen auf den Philippinen anbietet. Kauft also GLOBE. Ich hatte einen Tarif für 1000PHP, 30 Tage unlimitiertes Internet.

 


Welchen Reiseführer ich persönlich empfehlen würde:

Jens Peters vs. Lonely Planet

Bevor es auf die Philippinen ging, habe ich mich im Internet nach einem guten Reiseführer erkundigt. Von dem Philippines Travel Guide von Jens Peters (27€) ließt man im Internet so viele gute Kommentare und Bewertungen. Ich bin dann zu Thalia, um den Reiseführer mit jenem von Lonely Planet (19,95€) zu vergleichen – ich kaufe zu 99% alles in den Geschäften ein, der preisliche Unterschied von 1,50€ (Amazon vs. Thalia) ist mir dann schon egal. Bei Reiseführern bevorzuge ich immer die Englische Version, beide sind aber auch auf Deutsch erhältlich. Ich habe mich dann auf die Bewertungen im Internet verlassen und für den Philippines Travel Guide entschieden. Hier seht ihr einen weiteren Grund für meine Entscheidung:

Philippines Travel Guide

Auf den Philippinen ist man sehr viel am herumreisen, da viele Orte ohne Boot oder Flugzeug kaum erreichbar sind. Der Philippines Travel Guide ist dafür sehr nützlich: Es gibt zu jedem einzelnen Ort eine Untergruppe mit Getting there and away. Je nachdem wo ihr dann seid und wo ihr als nächstes hinfahren möchtet, findet ihr jede einzelne Verbindung, den Preis und die Zeiten. Das war der Hauptgrund für mich, diesen Reiseführer zu kaufen. Leider sind die Beschreibungen vieler Orte nicht mehr am neuesten Stand. Das merkt man daran, dass El Nido zum Beispiel in der realen Welt eine verkehrsreiche Touristenstadt ist, im Buch jedoch mit “There are scarcely any vehicles.” beschrieben wird. Schöne Orte müssen mit vielen Touristen geteilt werden. Wenn ihr also Wert auf die Verbindungen legt, ist dieser Reiseführer für euch richtig.

 


Die Reise

Das Land besteht aus mehr als 7000 Inseln und um herumzukommen sind einige Bootsfahrten und Flüge benötigt. Nachdem wir in Cebu angekommen sind, fuhren wir direkt nach Malapascua Island. Dort nächtigten wir vier Tage lang und unternahmen eine Inseltour nach Kalanggaman Island. Danach machten wir uns auf den Weg nach Oslob in den Süden von Cebu Island. Wir blieben dort über Nacht, um am nächsten Morgen so früh wie möglich bei den Walhaien sein zu können. Am gleichen Tag noch ging’s dann nach Dumaguete, das ungefähr 15min von Oslob mit dem Boot entfernt ist. Von dort aus wollten wir Siquijor Island oder Apo Island besuchen. Es stellte sich heraus, dass Dumaguete eigentlich ein guter Ausgangspunkt war, da alle Destinationen, die wir noch besichtigen wollten, von dort aus erreichbar waren. Wir verlängerten sogar auf zwei Nächte, weil unsere Unterkunft ziemlich billig war.

Von Dumaguete ging’s ab nach Bohol für eine Nacht. Den nächsten Tag verbrachten wir damit, schöne Strände auf Panglao Island zu finden. Am späten Nachmittag erreichten wir Cebu City, um am darauf folgenden Tag nach Puerto Princessa auf Palawan zu fliegen. Nach 5-stündiger Fahrt waren wir um 22 Uhr in El Nido, wo wir fünf Nächte blieben. Wir organisierten einen Van, der uns nach Taytay (3 Nächte) bringen würde. Danach wollten wir eigentlich nach Puerto Princessa, aber ich fand per Zufall ein interessantes „Resort“ mitten im Dschungel nur 45 Minuten von Puerto Princessa Airport entfernt – das Love and Peace Deep Jungle River Resort. Dort konnten wir uns richtig gut von dem Stress der letzten Tage ausruhen.

Für genauere Details der einzelnen Orte, gibt es in Kürze Beitrage dazu, die ihr in den jeweiligen Kategorien finden könnt. Dort erfahrt ihr mehr über meine Unterkünfte, “Restaurant”-Empfehlungen und was ihr so alles unternehmen könnt.

Die Karte, die ich gleich im Anschluss einfüge, kann euch zur Orientierung dienen.

Screen Shot 2016-02-25 at 19.49.10 (Google Maps)

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