Reisen Thailand

Bangkok · Travel Guide

Frohes neues Jahr euch allen! Ich bin nach einigen Monaten Pause wieder zurück und starte gleich mit einem Beitrag über Thailand. Da ich den ganzen Februar in Asien verbringen werde, ist dieser Beitrag über Bangkok glaube ich der perfekte Einstieg ins neue Jahr. Meine letzter Stopp auf meiner Asien-Reise wird Bangkok sein, also dürft ihr euch eventuell auf eine Überarbeitung dieses Beitrags im März freuen 🙂  Für viele ist Thailand das Reiseziel schlechthin – und ganz ehrlich, ich versteh euch voll und ganz: Gutes Essen, viele Insel-Touren und Wahnsinnsetter… Was will man mehr? Da ich halbe Thai bin, kehre ich alle 2-3 Jahre in meine zweite Heimat zurück, um meine Familie zu besuchen und entdecke immer wieder Neues, auch in Bangkok. Im Februar vor zwei Jahren besuchte ich Bangkok also wieder einmal – meistens verbringe ich zwei bis drei Nächte dort, um mich akklimatisieren zu können. Was ihr dort alles unternehmen könnt, verrate ich euch in diesem Beitrag.

 


Sightseeing

Wat Phra Keow

« Wat » ist das thailändische Wort für Tempel. Wat Phra Keow befindet sich auf dem Gelände des alten Königspalasts und erfreut sich einer sehr hohen Besucherzahl. Es gibt auch viele Schulklassen, die den Tempel und das Gelände besuchen. Bevor ihr euch aber auf das Tempelgelände begebt, beachtet bitte eure Kleidungswahl!

Kleidungswahl: Diese sollte eine knöchellange Hose oder ein langer Rock (keine Miniröcke, Hotpants, o.ä.) und ein Oberteil beinhalten, das eure Schultern bedeckt. Keine Sorge, falls ihr in falscher Kleidung kommt, wird euch vor Ort von den Mitarbeitern passende Kleidung angeboten oder ihr könnt euch draußen bei den kleinen Shops vor dem Gelände das Nötige kaufen. Sucht euch für den Besuch Schuhe aus, die ihr schnell aus- und wieder anziehen könnt, weil ihr die Schuhe vor dem Betreten eines Tempels ausziehen müsst – und es gibt einige Tempel-Räume zu besichtigen.

Tickets: Tickets können vor dem Eingang zum Königspalast gekauft werden. Diese kosten 500 Baht, also ca. 12€. Das ist zwar ein stolzer Preis, aber es lohnt sich auf alle Fälle. Im Gelände selbst findet ihr den Tempel des Smaragdbuddhas. Tipp an alle halben Thailänder: Alle Thais und Halben-Thais brauchen für ihren Besuch des Geländes keinen Eintritt zahlen. Oft muss man den Thailändischen Pass herzeigen, aber wenn man ein paar Worte mit den Kontrolleuren wechselt, reicht das auch schon aus.

Richtiges Benehmen im Tempel: Beachtet bitte, dass bei einem Besuch im Tempel die Füße bzw. die Fußsohle beim Sitzen nie zum Buddha gerichtet werden dürfen. Auch der Zeigefinger sollte nicht auf den Buddha gerichtet werden. Für Thailänder ist dies sehr wichtig, es ist aber natürlich nicht so schlimm, wenn Touristen diese Fehler machen. Dennoch finde ich, dass man respektvoll mit der Königsfamilie, den Landsleuten und der Kultur im Land umgehen sollte und hierzu gehört auch die Religion und deren Schätze wie zum Beispiel der Smaragdbuddha.

HOW TO GET THERE: Das Hostel hat uns geraten, mit dem Boot nach Wat Pho zu fahren. Unter der BTS Station Saphan Taksin befindet sich der Dock Pier/Sathorn Taksin. Von dort aus wird euch ein Boot zum Dock Tha Tien bringen, der gleich neben dem Gelände von Wat Pho liegt. Wat Phra Keow befindet sich nur wenige Gehminuten von dort entfernt. Wir haben zur Stärkung sogar noch ein kleines Frühstück am Markt außerhalb des Docks zu uns genommen. Das Bootticket kostet 100THB pro Person und inkludiert nicht die 20THB „landing fee“, die bei der Ankunft am Dock bezahlt werden müssen. Das ganze kam mir etwas komisch vor, weiß jemand mehr darüber Bescheid? Vielleicht könnte jemand das in den Kommentaren hier unter dem Beitrag aufklären J 20THB sind umgerechnet natürlich überhaupt kein stolzer Preis, aber ich habe schon gedacht, dass es so eine Art illegale Geldeinnahme von Thais ist, die den Touristen einfach etwas Geld abnehmen wollen.

Von diesem Dock gehen auch alle Boote zu Wat Arun weg.

Wat Pho

Dieser Tempel liegt gleich neben dem Königspalast. Ihr habt bestimmt schon von dem Liegenden Buddha gehört, oder? Dieser ist 46 Meter lang. Im Inneren des Tempels könnt ihr schwarze Schüsseln finden, in die ihr Geld reinschmeißen könnt. Ihr habt beim Eingang die Möglichkeit, eine Schüssel voll Münzen zu kaufen und dann müsst ihr in jede dieser schwarzen Schüsseln mindestens eine Münze hineinwerfen und das bei allen Schüsseln an der Wand wiederholen. Das soll Glück bringen 🙂

Wat Arun

Wenn ihr schon Wat Phra Keow und Wat Pho besucht, dann könnt ihr Wat Arun auch gleich einen Besuch abstatten. Dieser liegt gleich auf der anderen Seite des Flusses, gegenüber vom Königspalast und ist per Boot einfach zu erreichen. Die Bootsfahrt kostet euch 3 Baht und der Eintritt liegt bei 50 Baht. Zwar ist dieses Gelände nicht mit Gold beschmückt, aber von oben habt ihr einen schönen Ausblick auf Bangkok.

 


Shopping

In der Nacht verwandeln sich die Gehsteige der BTS-Stationen von Nana bis Siam in richtige Einkaufsmeilen. Während meiner Zeit in Bangkok shoppe ich eigentlich fast nur auf diesen Straßenmärkten, da die Preise so wahnsinnig günstig sind. Auch tagsüber lassen sich einige Märkte finden, aber untertags verstecken sich die meisten gerne in den klimatisierten Shopping-Centers.

Einkaufszentren

Empfehlenswert sind davon Siam Center und Siam Paragon, welche sich gleich nebeneinander befinden. Das Siam Center ist eher hipper und für jüngeres Publikum. Dort findet ihr zum Beispiel Forever 21 oder Sephora. Im Siam Paragon gehe ich gerne Schaufensterbummeln, da es dort hauptsächlich teure Luxusmarken gibt.

Thais lieben es im MBK Shopping Center einkaufen zu gehen. Ich vergleiche es gerne mit einem Markt, da die Preise ziemlich niedrig sind.

Und mein Favorit ist Platinum Fashion Mall, die sehr beliebt ist bei den Thais. Meistens kehre ich während meines Aufenthalts in Bangkok öfter dortin zurück. Ihr habt dort eine wahnsinnige Auswahl an Kleidung. Auch der Food-Court im obersten Stock ist ein Geheimtipp von mir. Wenn ihr auf Essen von den Ständen auf der Straße verzichten möchtet, aber doch richtige thailändische Küche genießen wollt, seid ihr dort gut aufgehoben. Die Preise sind fast gleich wie auf der Straße und die Speisen werden frisch zubereitet.

Märkte

Wenn ihr in der Nacht auf den Straßen unterwegs seid, geht ihr bestimmt an einem Markt vorbei. Ein heißer Shopping-Tipp für Nachteulen jedoch ist der Markt Talad Rod Fai, bei dem hauptsächlich Vintage Sachen verkauft werden. Da dieser sehr beliebt ist, gibt es davon mittlerweile schon zwei. Ich habe den Markt auf der Ratchadaphisek Road besucht und komme bestimmt wieder zurück. Der Markt ist Donnerstag-Sonntag von 17-1 Uhr geöffnet. Donnerstags findet ihr aber nur die Hälfte der Stände vor, was meiner Ansicht nach aber auch schon für eine Shoppingtour ausreicht, da der Markt riiiiesig ist. Verhungern oder verdursten werdet ihr dort bestimmt auch nicht, bei all der Auswahl an Kochständen und Bars.

Apropos shopping: Thais versuchen gerne ihre Ware an “weißhäutige”, die sogenannten Farangs, teurer zu verkaufen. Am besten ist es, sich vorher einen Überblick über einige Stände zu verschaffen, die die gleiche Ware anbieten und dann zu verhandeln. Es kommt sehr oft vor, dass man als Thai 600 Baht für etwas zahlt und Ausländer dann aber 3000 Baht. Die Preise sind natürlich verhandelbar und kaum jemand kauft sich ein Produkt zu dem anfänglich gebotenen Preis.



 


Essen

In der Nacht könnt ihr, wie oben bereits erwähnt, viele Stände auf den Straßen finden.

Der Food-Court in der Platinum Fashion Mall ist sehr zu empfehlen. Ihr könnt dort eine Karte mit beliebig viel Geld aufladen und mit dieser dann euer Essen bestellen und bezahlen gehen, das restliche Geld bekommt ihr danach natürlich wieder zurück. Es gibt einige Stände, die auch typische Gerichte aus Nordthailand anbieten, aber auch jene Stände, die einfache Thai-Kost zubereiten.

Ich bin ein großer Fan der Restaurantkette Shabushi. Meiner Meinung nach handelt es sich bei Shabushi um eine Fusion von Hot Pot und Running Sushi. Ihr habt auf eurem Platz einen kleinen Topf stehen, der auf einer Herdplatte steht. In diesen Topf kommt eine Suppe, die ihr euch aussuchen dürft. Zur Auswahl stehen eine Hühnersuppe, Tom Yum Suppe und noch eine dritte Wahl, die mir einfach nicht einfallen möchte… Nachdem ihr die Suppe bekommen habt, wird euch noch eine Sauce serviert, in die ihr dann euer Essen eintauchen könnt, wenn ihr wollt. Mehr dazu später. Vor euch auf dem Fließband befinden sich rohe Lebensmittel wie Gemüse, Fleisch, Meeresfrüchte und Nudeln, die ihr alle von dem Band nehmen könnt und in die kochende Suppe hineingebt. Nachdem die ausgesuchten Zutaten gekocht sind, könnt ihr diese in eine extra Schüssel geben und auch mit der beiliegenden Sauce vermischen. Pro Person kostet das ungefähr 375 Baht (ca. 10€). Ihr könnt so viel essen wie ihr wollt und habt dazu noch ein Sushi und Maki Buffet inkludiert.

 


Unterkunft

Ich persönlich vermeide Backpacker-Viertel wie zB Kao San Road in Thailand. Es gibt zwar günstige Angebote, aber ich bin kein Fan der überfüllten Meilen, wo es eine Bar nach der anderen gibt und alles sehr touristisch ausgelegt ist.

Mein Tipp: Rund um die BTS Stationen Nana und Asoke könnt ihr tolle Unterkünfte zu günstigen Preisen finden und man ist mittendrin im Geschehen. Von dort aus kann man zu Fuß so einige Malls und Märkte erkunden, wobei es erst in der Nacht auf Thanon Sukhumvit so richtig interessant wird mit den Straßenmärkten und Essensständen. Da ich bereits im D Varee Xpress Makkasan etwas außerhalb der Kernzone genächtigt habe, weiß ich, warum ich nun jedem die Gegend um Nana und Asoke empfehlen kann. Rund um die Haltestelle Makkasan gibt es keine guten Restaurants, keine Malls, nichts… Bei Nana oder Asoke braucht man nur aus dem Hotel zu gehen und man ist nicht weit entfernt von den Malls oder nächtlichen Märkten.

Ich habe bereits im Ambassador Hotel Bangkok (Sukhumvit Soi 11) genächtigt, das ich euch sehr empfehlen kann – ist zwar nicht in der günstigeren Preisklasse, aber dennoch sehr empfehlenswert. Die neuen Zimmer im Tower haben einen schönen Ausblick auf die Umgebung. Das Frühstück habe ich dort nicht so toll gefunden, aber das ist fast in allen Hotels so – Würstel, Nudeln und gebratener Reis. Meistens buche ich Zimmer ohne Frühstück und kaufe mir etwas thailändisches auf der Straße. In der gleichen Straße befindet sich das Aloft Bangkok, von dem ich schon einiges gehört habe und bei dem ich das nächste Mal gerne übernachten würde.

Das CheQuinn Hostel in der Sukhumvit Soi 4 kann ich auch nur wärmstens empfehlen – im Doppelzimmer im obersten Stock bekommt man von den lauten Gästen im Erdgeschoss gar nichts mit. Die Mitarbeiter an der Rezeption sind super freundlich und das Zimmer war schön sauber. Für den Preis pro Nacht und diese tolle Lage gibt es eigentlich nichts daran auszusetzen – 26€ für ein Doppelzimmer und 30€ für ein Doppelzimmer mit Balkon.

Im Sacha’s Uno Hotel Bangkok (Sukhumvit Soi 19) habe ich schon zwei Mal genächtigt. Die Zimmer sind sehr schön und sauber. Die billigeren Zimmer haben jedoch kein Fenster, deswegen würde ich zu einem Deluxe Zimmer raten. In dieser Soi habe ich auch einen super Massagesalon, namens Senses Massage Therapy gefunden. Ein ruhiger Ort, an dem man sich nach einem langen Urlaub vor der Rückreise entspannen kann (nach jeder Massage gibt es noch einen Jasmintee in der Lounge).

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2 Comments

  • Reply Miriam Dienstag, der 24. Januar 2017 at 08:51

    Oh, ich liebe Bangkok! Ich war 2011 auf Maturareise dort (natürlich auf der Kao San Road, haha 😀 ) und hab es voll genossen. Danach ging es noch auf Koh Chang, was sehr paradiesisch war. Hm… wenn ich so darüber nachdenke bekomme ich glatt wieder Lust auf Thailand! 😉

    GLG Miriam
    http://www.enemenemimi.com

    • Reply Sirimah Freitag, der 27. Januar 2017 at 00:21

      Liebe Miriam,

      Bangkok ist einfach ein Wahnsinn oder? Überhaupt nicht mit europäischen Städten zu vergleichen 🙂 Lass mich wissen wenn du wieder vor hast nach Thailand zu fliegen und dann Fragen hast! Bin jetzt im Februar wieder in Thailand, und statte unter anderem Koh Chang auch wieder einen Besuch ab! War’s 2011 schon sehr touristisch? Ich war das letzte Mal vor 10 Jahren dort und da gab’s noch nicht so viele Hotels und Ausflüge (soweit ich mich erinnern kann). Kann’s kaum erwarten, aber ich bereite mich schon seelisch auf den Massentourismus vor haha 😉

      LG Siri

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